Gesetz

 

§1 Die 8. Kinderspielstadt Hochheims findet vom 31. Juli bis 11. August 2017 statt und ist täglich von 8.30-16.00 Uhr geöffnet (der erste Tag beginnt um 9.30 Uhr, Samstag und Sonntag ist geschlossen). Der Veranstaltungsort befindet sich auf dem Weihergelände und dem Haus E1NS.

§2 Sommerstadt ist eine Stadt der Kinder, die allein von Kindern betrieben und verwaltet wird. Grundlage dazu sind die Spielregeln, die von den Bürgern und Bürgerinnen durch mehrheitlichen Beschluss in der Bürgerversammlung ergänzt oder verändert werden können.

§3 Jedes Kind bekommt im Bürgerbüro einen Bürgerausweis. Damit ist man Bürgerin oder Bürger von Sommerstadt, kann arbeiten und unter gewissen Voraussetzungen Vollbürger werden.

§4 Die Währung von Sommerstadt heißt „Sonnen-Scheine“. Es gibt Scheine zu 1, 5, 10 und 50. Jeder Bürger und jede Bürgerin ist verpflichtet sorgsam und verantwortungsvoll mit seinem Geld umzugehen.

§5 Im Arbeitsamt kann man sich einen Beruf aussuchen. Allerdings bekommen nicht immer alle Kinder sofort ihren Traumjob. Wer eine Arbeitskarte erhalten hat, geht damit zum angegebenen Betrieb und nimmt seine Beschäftigung auf. Die Arbeitskarte darf nicht verloren gehen. Bei Verlust ist eine Strafe zu zahlen.

§6 Die Arbeitszeit muss mindestens eine Stunde oder länger dauern. Sollte jemand die Arbeit, die auf der Arbeitskarte steht, nicht aufnehmen, droht eine Strafe.

§7 Nach Beendigung der Arbeit erhält man an seinem Arbeitsplatz einen unterschriebenen Lohnzettel. Bevor man den Lohnzettel einlöst, muss man die Arbeitskarte zurück zum Arbeitsamt bringen. Hier wird der Lohnzettel ebenfalls abgezeichnet und erst dann kann man ihn in der Bank innerhalb einer halben Stunde einlösen. Lohnzettel, die älter als ein Tag sind, verlieren ihre Gültigkeit.

§8 Für 1 Stunde Arbeit gibt es 5 Sonnenscheine, 1 Sonnenschein wird davon als Stadtsteuer einbehalten. Mit dem Geld kann man z.B. ins Restaurant oder ins Kino gehen, oder auf der Bank ein Sparkonto eröffnen und das Geld für ein Grundstück mit Haus oder für einen eigenen Betrieb sparen.

§9 Vollbürgerschaft: Wer vier Stunden Arbeit in seinem Bürgerausweis eingetragen und eine Reihe weiterer Anforderungen erfüllt hat, kann eine Vollbürgerschaft beantragen. Im Bürgerbüro erhält man nach bestandener Prüfung des Antrages einen Eintrag in seinen Ausweis. Die Vollbürgerschaft gilt 2017.

§10 Vollbürger*innen allein können wählen und gewählt werden, sich selbständig machen, ein Geschäft eröffnen, Grundstücke kaufen und bestimmte Berufe ergreifen. Die Vollbürgerschaft ist also die Voraussetzung dafür, um die Geschicke in Sommerstadt aktiv mitzubestimmen und voll am Betrieb teilnehmen zu können.

§11 Die Wahl des/der Bürgermeisters/in findet am Mittwoch, den 02. August und am Dienstag, den 08. August 2017 statt. Umfang und Ablauf der Wahl ist in der Wahlordnung geregelt. Die Wahlen finden in der Mittagspause statt. Im Rahmen der Bürgerversammlung um 15.15 Uhr wird das Wahlergebnis bekannt gegeben. Ab dem Tag vor der Wahl können die Kandidaten Wahlkampf betreiben und halten in der Bürgerversammlung ihre Wahlkampfrede.

§12 Die öffentliche Bürgerversammlung findet jeden Tag um 15.15 Uhr statt. Dort werden die aktuellen Beschlüsse bekannt gegeben, Wahlergebnisse verkündet und Bürgerentscheide gefällt. Geleitet wird die Bürgerversammlung vom Bürgermeister/ von der Bürgermeisterin.

§13 Man kann ein eigenes Geschäft oder Dienstleistungsunternehmen eröffnen. Dies muss im Rathaus beim Gewerbeamt angemeldet werden. Voraussetzung für den Erhalt einer Gewerbeerlaubnis ist die Vollbürgerschaft.

§14 Jeder/jede Vollbürger/in hat das Recht ein Grundstück zu erwerben und ein Haus unter Mithilfe eines Architekten und/oder eines Bauunternehmens zu bauen. Dies muss im Rathaus beim Bauamt angemeldet werden. Voraussetzung für den Erhalt einer Baugenehmigung ist die Vollbürgerschaft.

§15 Alle 11 und 12jährigen Kinder haben die Möglichkeit, in einem Betrieb ihrer Wahl, die Ausbildung zur Betriebsassistenz zu machen. Hierfür muss man mindestens 8 Arbeitsstunden in ein und demselben Betrieb gearbeitet haben. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann sich das Kind zu einer Prüfung beim Betriebsleiter anmelden. Hat der Lehrling die Prüfung erfolgreich bestanden, ist es dem Betriebsassistenten möglich ohne Arbeitskarte in dem jeweiligen Betrieb zu arbeiten. Die Ausbildung zur Betriebsassistenz ist nicht mit einem höheren Stundenlohn verbunden.

§16 Jede Bürgerin und jeder Bürger ist für den friedlichen Verlauf, sowie für Ordnung und Sauberkeit der Sommerstadt verantwortlich. Streitigkeiten werden in der Sommerstadt ohne Anwendung von Gewalt gelöst.

§17 Die älteren Bürger und Bürgerinnen übernehmen Verantwortung für die jüngeren Spielstadtbesucher. Wer will, kann eine persönliche Patenschaft für andere Kinder übernehmen.

§18 Gewalttätigkeiten und Diebstähle werden sofort geahndet. Bei einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung in Sommerstadt wird ein Stadtverbot erteilt. Verstöße gegen die Spielregeln kommen vor das Stadtgericht. Das Stadtgericht tagt nach Bedarf öffentlich. Jedem/jeder Angeklagten wird ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Gegen entsprechende Bezahlung stehen natürlich auch Anwaltskanzleien mit Anwälten zur Verfügung.

§19 Erwachsene Besucher und Eltern sind als Gäste herzlich willkommen. Allerdings dürfen sie außer dem Elterngarten das Stadtgelände nicht betreten. Wer die Stadt besuchen möchte, muss im Bürgerbüro ein zeitlich begrenztes Visum beantragen und eine Stadtführung für 1 € buchen. Kinder, die sich das Stadtleben ansehen möchten, zahlen selbstverständlich nichts. In das Spielgeschehen der Stadt dürfen sich Nicht-Sommerstädter in keinem Fall einmischen. Bei Zuwiderhandlung werden Personen von der Polizei des Geländes verwiesen.

§20 Das Gelände der Kinderstadt darf nicht ohne Erlaubnis oder Abgabe des Bürgerausweises verlassen werden.